
Wer heute noch für die Beratung zur Tarifoptimierung in der privaten Krankenversicherung mit dem PKV-Tarifwechsel gem. § 204 VVG Geld von seinen Kunden haben möchte, der hat es nicht leicht. Die kostenlose Beratung, finanziert aus den ohnehin schon bezahlten Verwaltungskosten des einzelnen Vertrages der PKV, ist der Goldstandard. Ein freier Versicherungsmakler arbeitet immer zu 100 % kostenlos und vertritt die Interessen seines Kunden gegenüber der privaten Krankenversicherung.
Wie also versuchen Honorarberater die schwindenden Einnahmen zu kompensieren? Wann immer „möglich“ wird anstelle des Tarifwechsels innerhalb der bestehenden privaten Krankenversicherung der Wechsel zu einer anderen PKV vorgeschlagen. Beim Wechsel von einer PKV zu einer anderen Versicherung werden hohe Abschlussprovisionen fällig. An dieser Stelle kommen PKV-Rankings und -Ratings ins Spiel. Unabhängig davon, dass ein Wechsel von PKV zu PKV schlicht und ergreifend keine gute Empfehlung ist, macht auch ein Ranking oder ein Rating von PKV‘s keinen richtigen Sinn.
Beobachtet man Tests und Vergleiche über Jahrzehnte, so findet man im Laufe der Jahre jede KV und jeden Tarif mal oben und mal unten auf den PKV-Hitlisten der verschiedenen Anbieter. Jedes PKV-Ranking und jedes PKV-Rating läuft auf einen maschinellen Vergleich von Kennzahlen durch Algorithmen hinaus. Sowohl bei der Auswahl einer PKV als auch bei der Wahl eines neuen Tarifs im Rahmen eines Tarifwechsels bringen Algorithmen keinen Vorteil und keine brauchbaren Informationen. So erhält man beim aktuellen M&M PKV-Rating für die Allianz beim Tarif AktiMed Best 90 eine 5-Sterne-Bewertung und im selben Atemzug beim M&M-Rating zur Beitragsstabilität nur 2 Sterne. Was soll das?
Auch die vom Gesetzgeber vorgegebenen und von den Versicherungen ausgewählten Pflichtvorschläge zum PKV-Tarifwechsel machen in der Regel keinen Sinn. An dieser Stelle ist eine persönliche und individuelle Analyse Pflicht für jeden PKV-Kunden. 1. Platz, PKV-Testsieger 2020, die beste private Krankenversicherung im Vergleich, besonders empfehlenswerte PKV, beste PKV-Schulnoten, welche PKV ist die beste? sind die Schlagworte. PKV-Tests sind nicht individuell genug, auch der schönste Tarifrechner kann und wird Verbraucher, gewollt oder ungewollt zu falschen Entscheidungen führen. Manchmal sind die Gründe für Empfehlungen zu PKV-Tarifen viel profaner. Zurzeit rät das größte deutsche Vergleichsportal seinen Kunden zum Abschluss eines ganz neuen PKV-Tarifs bei einer ziemlich kleinen Versicherung, die zuletzt noch dadurch glänzte, ihren vermeintlich unattraktiven LV-Kundenstamm an einen Finanzinvestor zur Vermarktung abzustoßen. Hier kann nach unserer Erfahrung nur Geld im Spiel sein.
Wir beraten Versicherte dieser PKVs:
Allianz, ARAG, AXA, Barmenia, BBKK, Generali, Continentale, DBV, Deutscher Ring, DKV, Gothaer, Hallesche, Hanse Merkur, Inter, LKH, Münchener Verein, R+V, Signal Iduna, SDK, UKV, uniVersa; Ausnahmen



Autor: Ferdinand Halm
PKV Sachverständiger
Ferdinand Halm ist seit über drei Jahrzehnten in der Privaten Krankenversicherung (PKV) zu Hause. Als Sachverständiger und Berater der hc consulting AG analysiert er PKV‑Strukturen, Tarife und typische Fallstricke – mit der Verlässlichkeit bewährter Vorgehensweisen. Seine Unabhängigkeit von Versicherungsunternehmen und seine praxisnahe Herangehensweise schaffen Transparenz in einem Markt, der für viele nur schwer nachvollziehbar ist.
Auf Grundlage einer Ausbildung zum Versicherungsfachmann und eines Jurastudiums ist Herr Halm seit 1990 als Sachverständiger für die Private Krankenversicherung tätig. Seine Arbeitsweise prägt die Beratungsstandards der hc consulting AG und wurde in der Fachpresse – unter anderem mehrfach in Stiftung Warentest (Finanztest) – aufgegriffen.
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