© hc consulting AG 12.2025

Was kostet eine private Krankenversicherung im Alter?

Die Kosten bzw. die Höhe der Beiträge einer privaten Krankenversicherung PKV im Alter hängen insbesondere von der Höhe der während der Versicherungszeit gebildeten Altersrückstellungen und vom Umfang des gewählten Versicherungsschutzes sowie vom Eintrittsalter ab. Allerdings ist die Frage und die Antwort nach den Kosten der PKV im Alter alleine nicht aussagekräftig. Vielmehr sollte die Frage lauten: Was kostet eine private Krankenversicherung im Alter und was würde ich im Vergleich dazu in der gesetzlichen Krankenkasse GKV im Alter bezahlen? Wegen der Krankenversicherungspflicht bleibt nur die Wahl zwischen GKV und PKV. Diese Frage hat auch schon den Bundestag und die Bundesregierung beschäftigt.

Die hc consulting hat im Laufe der Jahre eine Faustformel
entwickelt
. Besteht meine private Krankenversicherung seit mindesten 25 Jahren bei einer privaten Versicherungsgesellschaft und sind meine Gesamteinkünfte im Alter überdurchschnittlich (> 3.500 EURO), dann kostet die PKV bei besserer Versicherungsleistung im Alter weniger als die GKV. Zu
diesem Ergebnis kommt am Ende auch die Bundesregierung in einer Stellungnahme auf eine Anfrage der Fraktion Die Linke im Bundestag. Hier wird zwar kein Vergleich zu den in der GKV zu zahlenden Beiträge gemacht, aber im Ergebnis sind laut Bundesregierung die Alterungsrückstellungen der PKV zur Finanzierung, der durch das Älterwerden der Versicherten ansteigenden PKV-Beiträge, groß genug. In der GKV werden trotz identischer demographischer Voraussetzungen keine Altersrückstellungen gebildet.

Das bisher Gesagte
ist abstrakt, aber richtig.
Die Frage nach den tatsächlichen
Kosten einer privaten oder gesetzlichen Krankenversicherung im Alter
(Wieviel EURO muss ich mit 67 Jahren genau bezahlen?) lässt sich nicht beantworten. Hier hilft aber ein Blick in die Vergangenheit. In den letzten 10 Jahren betrug der Beitragsanstieg der GKV
3,2 % pro Jahr und die Kostensteigerung der PKV 3,0 %
p.a. Im Jahr 1970 kostete eine GKV im Höchstsatz 50,31 EURO, heute sind daraus 1.160 EURO inklusive der obligatorischen
Pflegepflichtversicherung
geworden. Gleichzeitig hat die GKV durch unzählige Gesundheitsreformen die Versicherungsleistungen immer mehr heruntergefahren. So etwas ist in der PKV nicht möglich. In der PKV ist das Instrument zur Kostenregulierung die PKV-Tarifoptimierung mit dem Tarifwechsel
innerhalb der bestehenden privaten Krankenversicherung mit den Garantien des §
204 VVG.

Fazit: Wer gut verdient, der kann während der Erwerbszeit und im Alter (also lebenslang) seine Kosten für die private Krankenversicherung unter den Beiträgen einer gesetzlichen Krankenkasse halten. Steigen die Kosten im Gesundheitswesen weiter, so wie in den letzten vier Jahrzehnten, dann kann nur die Politik diese Preisspirale abbremsen.

Mann mittleren Alters mit grauem Haar und blauen Augen in einem hellblauen Hemd schaut in die Kamera, hellgrauer Hintergrund.

Autor: Ferdinand Halm

PKV Sachverständiger

Ferdinand Halm ist seit über drei Jahrzehnten in der Privaten Krankenversicherung (PKV) zu Hause. Als Sachverständiger und Berater der hc consulting AG analysiert er PKV‑Strukturen, Tarife und typische Fallstricke – mit der Verlässlichkeit bewährter Vorgehensweisen. Seine Unabhängigkeit von Versicherungsunternehmen und seine praxisnahe Herangehensweise schaffen Transparenz in einem Markt, der für viele nur schwer nachvollziehbar ist.

Auf Grundlage einer Ausbildung zum Versicherungsfachmann und eines Jurastudiums ist Herr Halm seit 1990 als Sachverständiger für die Private Krankenversicherung tätig. Seine Arbeitsweise prägt die Beratungsstandards der hc consulting AG und wurde in der Fachpresse – unter anderem mehrfach in Stiftung Warentest (Finanztest) – aufgegriffen.

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