Glossarbegriff: Alterungsrückstellungen

Mit zunehmendem Lebensalter steigen die Kosten für die Inanspruchnahme von Versicherungsleistungen der Krankenversicherung. Die PKV bildet hierfür Rückstellungen. In jungen Jahren ist der Beitrag der privaten Krankenversicherung höher als nötig, die Differenz wird verzinslich angelegt. Wenn in späteren Lebensjahren der Monatsbeitrag eigentlich ansteigen müsste, werden diese Alterungsrückstellungen dem einzelnen Vertrag gutgeschrieben. Der Beitrag der PKV darf also durch höhere Kosten im Alter nicht ansteigen. Die Unternehmen der privaten Krankenversicherung werden auch hier von der Aufsichtsbehörde überwacht und müssen mit ihrem Eigenkapital haften.
Realistische empirische Daten bilden die Grundlage der Tarifkalkulation.
Eine längere Lebenserwartung, medizinischer Fortschritt oder steigende Kosten führen zur Nachkalkulation auch für die Alterungsrückstellungen, also zu Beitragsanpassungen. Der Zinssatz zur Kalkulation der Altersrückstellungen beträgt max. 3,5 %.
Die gesetzliche Krankenversicherung bildet keine Alterungsrückstellungen.