Hanse Merkur
PKV-Anbieter Hanse Merkur
● Geschlossen ⊖ Bisex
Selbstbehalt 600 € pro Jahr
GOÄ-Erstattung bis Höchstsatz 3,5-fach ärztl.
Stationär Mehrbettzimmer Facharzt
Psychotherapie Nein

HanseMerkur KVE3 AW im Profil

Der geschlossene Bisex-Tarif KVE3 AW der HanseMerkur Krankenversicherung AG gehört zur älteren Tarifgeneration und kombiniert einen moderaten Selbstbehalt von 600 Euro pro Versicherungsjahr mit soliden ambulanten Leistungen. Die ambulante Versorgung wird bis zu den GOÄ-Höchstsätzen (3,5-fach für ärztliche Leistungen) erstattet, sofern die Erstbehandlung durch einen Primärarzt erfolgt; andernfalls reduziert sich die Quote auf 80 Prozent. Die Zahnversorgung stellt eine Stärke des Tarifs dar: Zahnbehandlungen werden vollständig übernommen, Zahnersatz und Kieferorthopädie zu 80 Prozent, mit jährlichen Obergrenzen je nach Versicherungsdauer.

Für den internen Tarifwechsel nach §204 VVG bietet sich dieser geschlossene Tarif insbesondere dann an, wenn Sie als Bestandsversicherte der HanseMerkur einen Neustart mit günstigeren Beiträgen anstreben. Geschlossene Tarife wie der KVE3 AW erleben tendenziell eine schrumpfende Risikogemeinschaft, was zu überdurchschnittlichen Beitragserhöhungen führt. Ein Wechsel in einen offeneren oder jüngeren Tarif derselben Versicherungsgesellschaft kann in vielen Fällen die Beitragsentwicklung stabilisieren und dabei gleichwertige oder sogar bessere Leistungen bewahren.

Unsere kostenlose PKV-Tarifanalyse durch unseren PKV-Sachverständigen Herrn Ferdinand Halm zeigt auf, ob sich ein Wechsel aus dem HanseMerkur PKV-Tarif lohnt und welche Optimierungspotenziale für Ihre persönliche Situation bestehen.

Basismerkmale

Selbstbehalt600 €
Unisex/BisexBisex
Offen/GeschlossenGeschlossen
Gebührenordnung für Ärzte

Bis zu den Höchstsätzen der GOÄ, d.h.:

  • bis zum 3,5-fachen Satz für ärztliche Leistungen
  • bis zum 2,5-fachen Satz für technische Leistungen
  • bis zum 1,3-fachen Satz für Laborleistungen.
Sehhilfen (Brillen)

Erstattet werden

  • max. 100,-EUR für Sehhilfen (Gläser, Brillengestelle, Kontaktlinsen).

Erneuter Anspruch nach 36 Monaten.

Psychotherapie

Ambulante Psychotherapie wird nicht erstattet.

Hilfsmittel (außer Sehhilfen)

Geschlossener Hilfsmittelkatalog. 90% für Bandagen, Bruchbänder, Leibbinden und Gummistrümpfe, orthopädische Rumpf-, Arm- und Beinstützapparate, orthopädische Schuhe, Einlagen, Schuhzurichtungen, Orthesen und Prothesen, jeweils in Standardausführung; Heimdialysegeräte und Krankenfahrstühle. Hörhilfen und Sprechhilfen bis 1.000,-EUR Rechnungsbetrag pro Versicherungsfall und Leihe dieser Hilfsmittel.

Ärztliche Behandlung

Erstattet werden 100% der Aufwendungen für die Erst- und Folgebehandlung, wenn die Erstbehandlung durch einen Arzt für Allgemeinmedizin, einen Frauenarzt, Kinderarzt oder Augenarzt

erfolgt. 80% der Aufwendungen werden erstattet, wenn für die Erstbehandlung nicht einer der o.g. Ärzte in Anspruch genommen wird.

Ambulante Leistungen

PrimärprinzipNein
Psychotherapie

Ambulante Psychotherapie wird nicht erstattet.

Vorsorgeuntersuchung

Erstattet werden zu 100%, wenn die Erstbehandlung durch einen Primärarzt erfolgt, sonst zu 80% ambulante Untersuchungen zur Früherkennung von Krankheiten nach gesetzlich eingeführten Programmen (gezielte Vorsorgeuntersuchungen). Erstmals nach 2 Jahren und anschließend alle 2 Jahre kann ein Kostenzuschuss für Vorsorgeuntersuchungen außerhalb gesetzlicher Programme beantragt werden.

Als Beitragsrückerstattung werden ab einem bestimmten Alter bestimmte Vorsorgeuntersuchungen erstattet.

Impfungen nach gesetzlichen Programmen. Keine Schutzimpfungen für den Auslandsaufenthalt.

Selbstbeteiligung gilt auch für Vorsorgeleistungen.

Werden Vorsorgeuntersuchungen erstattet erfolgt keine Beitragsrückerstattung (BRE).

Ausnahme: Die Pauschalen für Vorsorgeuntersuchungen beeinflussen die BRE nicht.

Stationäre Leistungen

BehandlungFacharzt
UnterbringungMehrbettzimmer
Ärztliche Behandlung

Regel- und Belegarztleistungen.

Gebührenordnung (stationär)

Regelleistungen.

Belegarzt bis zu den Höchstsätzen der GOÄ, d.h.:

  • bis zum 3,5-fachen Satz für ärztliche Leistungen
  • bis zum 2,5-fachen Satz für technische Leistungen
  • bis zum 1,3-fachen Satz für Laborleistungen.
Psychotherapie (stationär)

Stationäre Psychotherapie wird erstattet.

Zahnleistungen

Zahnbehandlung
100 %
Zahnersatz
80 %
Kieferorthopädie
80 %
Material- & Laborkosten
80 %
Gebührenordnung (Zahn)

Zahnbehandlung bis zu den Regelhöchstsätzen, d.h.:

  • bis zum 2,3-fachen Satz der GOZ für zahnärztliche Leistungen
  • bis zum 1,8-fachen Satz der GOÄ für technische Leistungen
  • bis zum 1,15-fachen Satz der GOÄ für Laborleistungen.

Zahnersatz und Kieferorthopädie bis zu den Höchstsätzen, d.h.:

  • bis zum 3,5-fachen Satz der GOZ für zahnärztliche Leistungen
  • bis zum 2,5-fachen Satz der GOÄ für technische Leistungen
  • bis zum 1,3-fachen Satz der GOÄ für Laborleistungen.
Erstattungen
  • Zahnbehandlung (auch Kunststofffüllungen, Wurzelbehandlung, Parodontosebehandlung, Prophylaxe, professionelle Zahnreinigung) wird zu 100% erstattet.
  • Zahnersatz (Kronen, Brücken, Verblendungen, Inlays, Onlays, Implantate, Funktionsanalyse und Funktionstherapie) wird zu 80% erstattet.
  • Kieferorthopädie wird zu 80% erstattet.
  • Material- und Laborkosten gemäß Preis- und Leistungsverzeichnis des Versicherers werden zum Prozentsatz der Maßnahme erstattet.
Summenbegrenzung

Erstattung für Zahnersatz und Kieferorthopädie max.

  • 600,-EUR im 1.-2.Versicherungsjahr
  • 1.200,-EUR im 1.-4.Versicherungsjahr
  • 2.400,-EUR im 1.-6.Versicherungsjahr
  • 4.000,-EUR jährlich ab dem 7.Versicherungsjahr.
Zahn Heil- & Kostenplan

Bei Zahnersatz und Kieferorthopädie erforderlich, sonst Erstattung nur zu 60%.

100% kostenlos – jederzeit kündbar

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Viele Hanse Merkur-Versicherte zahlen mehr als nötig – ein interner Tarifwechsel nach § 204 VVG kann Ihren Beitrag deutlich senken, ohne dass Sie auf Leistungen verzichten oder eine Gesundheitsprüfung durchlaufen müssen.

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Ferdinand Halm

Ferdinand Halm

PKV Sachverständiger - hc consulting AG

Geschlossener Tarif: Was bedeutet das für Sie?

Der KVE3 AW ist ein geschlossener Tarif und steht daher Neukunden nicht offen. Für bestehende Versicherte der HanseMerkur ergeben sich aber wichtige Perspektiven: Sie können über einen internen Tarifwechsel nach §204 VVG in andere Tarife derselben Versicherung wechseln, ohne den Versicherer zu verlassen. Das Besondere ist, dass die Risikogemeinschaft bei geschlossenen Tarifen mit der Zeit schrumpft, was Beitragserhöhungen begünstigt. Eine Altersverschiebung im Bestand wirkt sich direkt auf die Prämienkalkulation aus.

Ältere geschlossene Tarife wie der KVE3 AW werden von der HanseMerkur nicht mehr aktiv beworben und sind in der öffentlichen Tariflandschaft kaum sichtbar. Genau hier liegt die Expertise unseres PKV-Sachverständigen Herrn Ferdinand Halm: Er kennt diese Tarife und kann gezielt analysieren, ob ein Wechsel zu einem günstigeren, jüngeren Tarif im Portfolio ohne nennenswerte Leistungsverluste realisierbar ist, wodurch häufig substantielle Beitragseinsparungen möglich werden.

Tarifwechseloptionen im KVE3 AW nutzen

Im Rahmen von §204 VVG können Sie als HanseMerkur-Versicherter ohne Versicherer zu wechseln in einen anderen Tarif der Gesellschaft wechseln. Dabei werden Ihre bisherigen Altersrückstellungen in den meisten Fällen übernommen. Ob eine erneute Gesundheitsprüfung erforderlich ist und in welchem Umfang die Altersrückstellungen transferiert werden, hängt vom konkret angestrebten Zieltarif und Ihrer persönlichen Situation ab. Lassen Sie sich hier durch eine individuelle Prüfung Klarheit verschaffen. Daneben beeinflussen Alter, aktueller Gesundheitsstatus und die verfügbaren Alternativtarife die Wechslerfolgsaussichten. Ob Gesundheitsfragen erneut erforderlich sind und in welchem Umfang bestehende Altersrückstellungen übernommen werden können, hängt stets vom individuellen Tarifwechsel ab und muss im Einzelfall geprüft werden. Eine verbindliche Einschätzung kann ausschließlich im Rahmen einer persönlichen Beratung durch unseren PKV-Experten erfolgen.

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Beitragserhöhung im KVE3 AW: Handlungsoptionen

Der KVE3 AW ist als geschlossener Altbestands-Tarif der alten Welt besonders anfällig für Beitragssprünge, da die Versichertenbasis kontinuierlich schrumpft und das Durchschnittsalter der Risikogemeinschaft steigt. Medizinische Kostentrends und die Altersverschiebung wirken sich hier ohne Zuwachs junger Versicherter direkt auf die Prämiensätze aus. Viele Versicherte des KVE3 AW berichten von mehrstelligen prozentualen Beitragserhöhungen in kurzen Abständen.

Der §204 VVG-Tarifwechsel bietet in vielen Fällen einen tragfähigen Ausweg: Ein Wechsel zu einem offeneren Tarif oder einem jüngeren Neuprodukt der HanseMerkur erhöht oft die Chancen auf moderate Beitragsentwicklungen, häufig ohne wesentliche Leistungseinbußen. Vergleichen Sie die Entwicklung Ihres aktuellen Tarifs anhand des Beitragserhöhungs-Charts mit möglichen Alternativen. Lassen Sie sich durch unsere kostenlose PKV-Tarifanalyse zeigen, wo die besten Optimierungspotenziale liegen: Jetzt anmelden und erhalten Sie eine maßgeschneiderte Empfehlung.

Häufige Fragen zum HanseMerkur KVE3 AW

Der KVE3 AW erstattet ambulante Leistungen bis zu den GOÄ-Höchstsätzen (3,5-fach für ärztliche Leistungen), sofern ein Primärarzt zur Erstbehandlung aufgesucht wird; sonst 80 Prozent. Sehhilfen werden mit bis zu 100 Euro pro 36 Monate übernommen. Im stationären Bereich deckt der Tarif Regel- und Belegarztleistungen bis zu den GOÄ-Höchstsätzen ab und erstattet stationäre Psychotherapie. Die Zahnversorgung ist umfangreich: Zahnbehandlung 100 Prozent, Zahnersatz und Kieferorthopädie zu 80 Prozent mit Jahresobergrenzen (600 Euro in den ersten zwei Jahren, 2.400 Euro ab dem sechsten Jahr).
Der KVE3 AW ist ein geschlossener Tarif: Neue externe Kunden können sich nicht mehr anmelden. Für bestehende HanseMerkur-Versicherte eröffnet sich aber die Möglichkeit eines internen Tarifwechsels nach §204 VVG. Durch die geschlossene Risikogemeinschaft, deren Altersstruktur sich kontinuierlich verschärft, entstehen typischerweise kumulierende Beitragserhöhungen, die stärker ausfallen als bei offenen Tarifen mit aktiver Neukundenzuweisung.
Der Selbstbehalt liegt bei 600 Euro pro Versicherungsjahr. Er gilt für ambulante Leistungen sowie stationäre Behandlungen. Damit positioniert sich der KVE3 AW im mittleren Segment: kein prämiensparender Hochselbstbehalt, aber auch keine vollständige SB-Befreiung, was ihn für Versicherte geeignet macht, die moderate Eigenverantwortung akzeptieren und dafür reduzierte Monatsbeiträge bevorzugen.
Ja, als HanseMerkur-Versicherter steht Ihnen der interne Tarifwechsel nach §204 VVG offen. Ein Wechsel zu einem offeneren oder neueren Tarif der Gesellschaft ist in vielen Fällen ohne Versichererwechsel möglich. Die Altersrückstellungen werden häufig übernommen, und in vielen Fällen entfällt die erneute Gesundheitsprüfung oder sie fällt kleiner aus. Ob Gesundheitsfragen erneut erforderlich sind und in welchem Umfang bestehende Altersrückstellungen übernommen werden können, hängt stets vom individuellen Tarifwechsel ab und muss im Einzelfall geprüft werden. Eine verbindliche Einschätzung kann ausschließlich im Rahmen einer persönlichen Beratung durch unseren PKV-Sachverständigen erfolgen.
Das hängt stark von Ihrem persönlichen Alter, Gesundheitsstatus und dem verfügbaren Alternativangebot ab. Da der KVE3 AW als geschlossener Altbestands-Tarif regelmäßig hohen Beitragssprüngen ausgesetzt ist, wird ein Wechsel für viele Versicherte interessant, die deutlich jüngere oder offenere Tarife finden und damit langfristig stabiler kalkulieren. Unser PKV-Sachverständiger Herr Ferdinand Halm kann im Einzelfall abwägen, ob der Tarifwechsel netto zu Ersparnissen führt oder ob die bisherige Versicherung langfristig wirtschaftlicher bleibt.

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ÜBER DEN AUTOR

Mann mittleren Alters mit grauem Haar und blauen Augen in einem hellblauen Hemd schaut in die Kamera, hellgrauer Hintergrund.

Ferdinand Halm

PKV Sachverständiger · hc consulting AG

Ferdinand Halm ist seit über drei Jahrzehnten in der Privaten Krankenversicherung (PKV) zu Hause. Als Sachverständiger und Berater der hc consulting AG analysiert er PKV-Strukturen, Tarife und typische Fallstricke - mit der Verlässlichkeit bewährter Vorgehensweisen. Seine Unabhängigkeit von Versicherungsunternehmen und seine praxisnahe Herangehensweise schaffen Transparenz in einem Markt, der für viele nur schwer nachvollziehbar ist.

Auf Grundlage einer Ausbildung zum Versicherungsfachmann und eines Jurastudiums ist Herr Halm seit 1990 als Sachverständiger für die Private Krankenversicherung tätig. Seine Arbeitsweise prägt die Beratungsstandards der hc consulting AG und wurde in der Fachpresse - unter anderem mehrfach in Stiftung Warentest (Finanztest) - aufgegriffen.

★★★★★ SEHR GUT 1.664 Bewertungen bei ProvenExpert