Unterschiede zwischen PKV und GKV am Beispiel der STIKO und Corona

Kommentar:

Wer davon ausgeht, dass ein Versicherter der privaten Krankenversicherung PKV einen substantiell höheren Versicherungsschutz besitzt als der Kunde der gesetzlichen Krankenkassen GKV, der muss hier nicht weiterlesen.

Nach unserer festen Überzeugung liegt der Unterschied zwischen PKV und GKV nicht beim Chefarzt im Krankenhaus, bei einer komfortablen Erstattung für Zahnersatz oder gar bei einer Erstattung für Brillen. Der relevante Leistungsunterschied liegt bei der Erstattung für ambulante Versicherungsfälle. In der GKV verfügt der niedergelassene Arzt über ein Budget für alle seine GKV-Versicherten, also einen maximalen Höchstsatz. Im Rahmen dieser Begrenzung kann der Arzt gewissermaßen frei verfügen, diverse Leistungen fallen nicht unter das Budget. Hat der Arzt zum Ende eines vorgegebenen Zeitraums mehr Geld für alle seine Kassenpatienten ausgegeben, so haftet er persönlich und zahlt die Differenz aus der eigenen Tasche. Viele niedergelassene Ärzte behaupten, sich von diesem Budget nicht beeindrucken zu lassen. In jedem Fall stellt diese Budgetierung eine Obergrenze und somit einen gewissen Druck für jeden Arzt dar (sogenannte verdeckte Rationierung). In Köln sagt man dann: „Der hätt ene Ijel in de Täsch“.

Ein weiteres schönes Beispiel für die Unterschiede zwischen GKV und PKV ist auch die Ständige Impfkommission STIKO, angesiedelt beim Robert-Koch-Institut RKI. In der angesehenen STIKO sitzen Fachleute von allerhöchstem Kaliber, die STIKO berichtet an den Gemeinsamen Bundesausschuss der GKV (G-BA) und dieser entscheidet, ob eine einzelne Impfung zur GKV-Pflichtleistung und somit bezahlt wird. Mit dem eigentlichen Zulassungsverfahren und der Prüfung von Wirksamkeit und Nebenwirkungen hat die STIKO nichts am Hut, es geht nur darum, ob eine Leistung in der GKV bezahlt wird oder auch nicht. Denn ist ein Impfstoff in Europa und in Deutschland zugelassen, dann ist er unbedenklich, zu empfehlen und wird im Übrigen von den privaten Krankenversicherungen bezahlt.

Im Juli 2021 ist es mehr oder weniger amüsant den Politikern zuzuhören, die längst eine Impfung gegen COVID 19 für 12- bis 18-jährige wünschen, aber von der STIKO kein grünes Licht dafür bekommen. Man kann ja jetzt nicht offen darüber reden, dass die STIKO in erster Linie zur Ausgabenbegrenzung in der GKV geschaffen wurde. Die STIKO führt aber längst ein Eigenleben, der Geist ist aus der Flasche. Sparen in der GKV wird auf höchstem Niveau verkauft. Im August 2021 lenkt die STIKO ein und empfiehlt die Impfung auch für 12- bis 18-jährige.

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