Steigende Gesundheitsausgaben und PKV-Beiträge

Der Trend ist eindeutig: die Gesundheitsausgaben in Deutschland steigen. Bereits im Jahr 2019 betrugen die Gesundheitsausgaben laut statistischem Bundesamt (Destatis) 411 Milliarden Euro, fast 20 % mehr als noch in 2015. Als Gründe für diese Entwicklung werden eine alternde Bevölkerung, reformbedingte Erweiterung der Versicherungsleistungen und vor allem der medizinisch-technische Fortschritt (MTF) genannt. Doch für welche Leistungen wird das Geld ausgegeben und welche Krankheiten sind die häufigsten (und teuersten) Leiden?

Übrigens: Fast alle Kosten des Gesundheitswesens spiegeln sich in den Beiträgen zu den gesetzlichen Krankenkassen (GKV) und den privaten Krankenversicherungen (PKV) wider. Im Gegensatz zu den GKV-Versicherten verfügen die PKV-Kunden mit dem § 204 VVG über das Instrument der Tarifoptimierung mit dem PKV-Tarifwechsel und können so regulierend die eigenen PKV-Beiträge steuern.

Die Gesundheitskosten machten 2019 ganze 11,9 % des Bruttoinlandsprodukts aus. Teilt man diese gleichmäßig durch die Einwohnerzahl, so gibt es pro Bürger in Deutschland ca. 5.000 Euro Gesundheitskosten im Jahr. Sortiert nach Leistungsarten, ist der teuerste Leistungszweig die Pflege. Der Begriff Pflege beschreibt Leistungen, die versuchen die Folgen gesundheitlicher Beeinträchtigungen auf die Fähigkeiten und das Handeln einer Person zu lindern. Mehr als 121 Milliarden Euro wurden hier 2019 ausgegeben (fast 30 % der gesamten Ausgaben). Damit sind die Kosten für „Pflegerische / therapeutische Leistungen“ 6,4 % höher als noch im Jahr davor. Durch Corona und eine angekündigte Pflegereform ist zu erwarten, dass diese Kosten noch weiter steigen werden. Weitere hohe Kostenfaktoren sind Waren (Medikamente, Hilfsmittel und Zahnersatz) mit 26 % und ärztliche Leistungen (beschreibt Untersuchungs- und Behandlungsleistungen) mit 25 % der Gesamtausgaben.

Einem Auszug aus dem Datenreport 2021 zur Gesundheit (Destatis) ist zu entnehmen, dass 2017 die häufigste Ursache für einen Krankenhausaufenthalt Krankheiten des Herz- /Kreislaufsystems waren. Sie bildeten rund 15 % aller Fälle und sind auch 2021 noch die häufigste Todesursache in Deutschland. Das Kreislaufsystem, auch Herz-Kreislauf-System oder Blutkreislauf genannt, bringt Blut vom Herzen zum gesamten Körper und ist damit für die Versorgung von Zellen mit Sauerstoff und Nährstoffen zuständig. Zudem hilft es beim Abbau von Stoffwechselprodukten. Zwischen 2007 und 2017 ist die Zahl der Behandlungsfälle um 11 % gestiegen. Die Zahl der Krankenhaus-Fälle für Krankheiten des Verdauungssystems sind in diesem Zeitraum um 12 % gestiegen. Sie machten 2017 mit 10 % die dritthäufigste Diagnose aus. Der höchste Anstieg an Diagnosen war mit 37 % für „Symptome und abnorme klinische und Laborfunde“ zu verzeichnen. Hierzu gehören Symptome wie Ohnmacht oder Kreislaufkollaps, Hals- und Brustschmerzen, was bedeutet, dass kein eindeutiger Zusammenhang mit einer Ursache oder Krankheit hergestellt werden konnte.

Für das Jahr 2015 hat Destatis einen Datensatz erhoben, der Krankheitskosten kategorisiert nach Krankheiten festhält. In einer Pressemitteilung wurden zwei Jahre später die Ergebnisse vorgestellt. Herz-Kreislauf-Erkrankungen verursachten 2015 die höchsten Krankheitskosten. Mit 13,7 % der gesamten Krankheitskosten von 338,2 Milliarden Euro waren das Ausgaben in Höhe von 46,2 Milliarden Euro. Dicht dahinter kommen psychische Störungen und Verhaltensstörungen mit 13,1 % der Ausgaben in Höhe von 44,4 Milliarden Euro. Insgesamt machen vier Krankheitsklassen fast 50 % der gesamten Kosten aus. Diese sind zusätzlich zu den bereits erwähnten Krankheiten des Verdauungssystems und Krankheiten des Muskel-Skelett-Systems.

In Zukunft wird das Gesundheitssystem durch steigende Kosten und eine alternde Bevölkerung weiter strapaziert. Zusätzlich macht die Zinspolitik mit Niedrigzinsen es institutionellen Anlegern schwer, die Beiträge der Versicherten gewinnbringend anzulegen. Dies wirkt sich natürlich unweigerlich auf die PKV- und GKV-Beiträge aus. Die hc consulting AG bleibt optimistisch: durch bessere Präventionsmaßnahmen können viele Krankheiten verhindert und so die Kosten für die Gesundheit drastisch reduziert werden. Falls Ihre PKV-Beiträge zu hoch sind, können wir durch einen PKV-Tarifwechsel gemäß § 204 VVG das Beste aus Ihrer privaten Krankenversicherung herausholen.

Wir betreuen Versicherte dieser PKVs:

Allianz, ARAG,  AXABarmeniaBayrischeVersicherungskammerGeneraliContinentaleDBVDeutscher RingDKVGothaerHallescheHanse MerkurInterNürnbergerMünchener VereinR+VSignal IdunaSDKUKVuniVersa

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