Wie teuer ist eine private Krankenversicherung?

Durch PKV-Tarifwechsel die Beitragshöhe regulieren

Die Bundesregierung zu den Kosten einer privaten Krankenversicherung

Was kostet eine private Krankenversicherung heute und wie hoch sind die Beiträge im Alter?  Um diese Frage richtig und aussagekräftig zu beantworten, muss man zunächst den einzigen Wettbewerber der PKV unter die Lupe nehmen. In Deutschland gibt es zur Erfüllung der staatlichen Auflagen aus der Krankenpflichtversicherung nur die PKV und die gesetzliche Krankenkasse GKV. Im Allgemeinen werden die Versicherungsbeiträge der GKV als mehr oder weniger gottgegeben akzeptiert. Also ist die GKV die Benchmark der PKV.

In 2017 lagen die Ausgaben für Gesundheitskosten pro Kopf bei 4.544 EURO im Jahr, insgesamt bei 376 Milliarden EURO und mit einer Steigerungsrate von 4,7 % gegenüber dem Jahr 2016.

GKV-Beiträge

Bei einer kostenlosen Familienversicherung für Eheleute ohne Einkommen oder für Kinder kostet eine GKV-Mitgliedschaft null EURO, der alleinstehende Gutverdiener kommt in 2020 auf einen GKV-Monatsbeitrag von 881,25 EURO. Im Jahr 1970 kostete der GKV-Höchstbeitrag umgerechnet 50 EURO. Menschen mit einem unterdurchschnittlichen Einkommen gehören in die GKV, Gutverdiener können eine PKV-Mitgliedschaft ins Auge fassen. Rentner in der GKV zahlen Beiträge entsprechend ihrem Gesamteinkommen. Es zählen nicht nur die Einnahmen aus der gesetzlichen Rentenversicherung (Ausnahme nur für langfristige Geringverdiener), sondern das Gesamteinkommen. Je eintausend Euro Einnahmen zahlt der Rentner in der GKV 160 EURO pro Monat, als zum Beispiel 480 EURO Monatsbeitrag bei 3.000 EURO Einnahmen, jeweils bis zum Höchstsatz. Rückstellungen für höhere Ausgaben im Alter bildet die GKV nicht. Die negative demographische Entwicklung in Deutschland kann nur durch einen Bundeszuschuss zur GKV aufgefangen werden.

PKV-Beiträge

Durch den Standard- und Basistarif sind die Beiträge einer privaten Krankenversicherung langfristig gesehen auf den Höchstbeitrag der GKV begrenzt, eine PKV muss also im Alter niemals teurer werden. Insofern gibt es eine gesetzlich festgelegte Obergrenze für PKV-Beiträge. 881,25 EURO (inklusive Pflegeversicherung und Verdienstausfall) möchte aber kein privat Versicherter bezahlen. Laut einer Auskunft des Deutschen Bundestages aus dem Januar 2018 lag der PKV-Durchschnittsbeitrag im Jahr 2016 bei 242 EURO im Monat. Dieser erstaunlich niedrige Wert kommt durch die geringeren Beiträge der Beamten in der PKV zustande. Selbstständige, Angestellte und Rentner zahlen oft mehr. Die kostenlose Familienversicherung gibt es in der PKV nicht. Eine PKV kostet also zwischen 242 EURO und 726 EURO (Beitrag ohne Pflegeversicherung, Maximierung durch Basis- und Standardtarif). In der Praxis spielen der Basis- und Standardtarif aber keine große Rolle, meist gibt es „normale“ PKV-Tarife mit einem günstigeren Beitrag.

PKV-Tarifwechsel und PKV-Beratung

Privatversicherte verfügen mit der PKV-Tarifoptimierung und dem Tarifwechsel gem. § 204 VVG über ein Instrument zur individuellen Reduzierung ihrer KV-Beiträge. hc consulting vertritt die Interessen der Versicherten gegenüber der Versicherung, berät vollumfänglich und zu 100 % kostenlos. Siehe auch Stiftung Warentest Finanztest zur hc consulting AG.

Faustregel für PKV-Beiträge als Rentner

Wer mindestens 25 Jahre in seiner privaten Krankenversicherung versichert ist, der hat in der Regel mehr als ausreichend hohe Altersrückstellungen zur Finanzierung der höheren KV-Beiträge im Alter gebildet. Liegen die gesamten Altersbezüge gleichzeitig über dem Schnitt, so ist eine PKV trotz der besseren Versicherungsleistungen günstiger als eine GKV.

Fazit

Entgegen der landläufigen Meinung ist eine private Krankenversicherung für die allermeisten Versicherten nicht nur während des Berufslebens günstiger, sondern auch im Rentenalter und bis zum Tod.

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