PKV-Tarifoptimierer mit neuer Einnahmequelle in FAZ

Nachdem kürzlich bereits in einem Zeitungsinterview in der FAZ damit öffentlich geworben wurde, ist es unseres Erachtens jetzt an der Zeit, einmal über die Sünden der Berater zum Tarifwechsel in der privaten Krankenversicherung zu berichten. Wohlgemerkt handelt es sich nicht um ungewollte Beratungsfehler beim PKV-Tarifwechsel gem. § 204 VVG, sondern um eine Beratung mit dem vorrangigen Ziel die eigenen Gewinne zu maximieren. Viele Versicherte der PKV haben das Gefühl ihrer Versicherung hilflos ausgeliefert zu sein. Diese Emotionen der Kunden werden dazu benutzt, die eigenen Taschen zu füllen, auch wenn hierbei enorme langfristige Schäden für die Kunden entstehen.

Kündigung der PKV und Wechsel zu neuer PKV

Versicherten mit einer PKV-Vertragslaufzeit von mehr als zehn Jahren wird der Wechsel der privaten Krankenversicherung angeraten, selbst wenn dann alle bereits erworbenen Altersrückstellungen verloren gehen. Das „Argument“ lautet: wurde eine private Krankenversicherung am Anfang zu günstig kalkuliert, so muss das „sinkende Boot“ eben auch unter Verlusten verlassen werden. Hat eine Versicherung bei der Neuauflage eines PKV-Tarifs tatsächlich zu billig kalkuliert, so ist dieser gewollte oder ungewollte Fehler doch nach etlichen Jahren mit diversen Beitragserhöhungen doch längst ausgeglichen, der „richtige“ Beitrag ist längst eingepreist. Betrachtet man die Beitragsentwicklung der PKV insgesamt, so liegt mal für ein paar Jahre die eine oder auch die andere Versicherung vorne. Alle kochen am Ende nur mit Wasser. 10.000 AXA-Kunden haben langfristig betrachtet die gleichen Erkrankungen und somit die gleichen Kosten wie zum Beispiel 10.000 Kunden der Hanse Merkur. Deshalb zahlen Sie auf mittlere und lange Sicht auch die mehr oder weniger gleichen PKV-Beiträge.

Wer in seiner Not und aus Angst vor unbezahlbaren Beiträgen die PKV wechselt, der hat im Rentenalter zu geringe Alterungsrückstellungen und deshalb einen höheren Beitrag zu zahlen. Nur der Tarifwechselberater liegt vorne, hat eine fette Provision am Neuabschluss verdient und sich damit mehr als disqualifiziert.

Auf Teufel komm raus niedrige Beiträge

Gelegentlich sollte es besser heißen: PKV-Tarifwechsel nein. Da bei vielen Tarifoptimierern die Provision nach der Höhe der Ersparnis berechnet wird, kommt es schon alleine bei der reinen Beitragshöhe einer PKV zu Übertreibungen nach unten. Viel mehr sollte sich jeder PKV-Kunde zunächst einmal an den in einer GKV zu zahlenden Beiträgen orientieren. Teilweise führt die Überoptimierung zu absurden Tarifkonstruktionen mit einer beispielsweise viel zu hohen Selbstbeteiligung bei Angestellten. Zusätzlich sollte berücksichtigt werden, dass wer kleinere Beiträge bezahlt, auch weniger von der Steuer absetzen kann und geringere Altersrückstellungen bildet.

In jedem Fall sucht die hc consulting AG für Ihre Kunden aber immer auch die günstigsten Tarife heraus. So kann sich jeder selbst ein Urteil bilden.

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