PKV-Beitragserhöhung in der privaten Pflegepflichtversicherung 2022

Fast alle der gut 8,7 Millionen Versicherten der privaten Krankenversicherung PKV haben neben den Tarifen der Krankenversicherung auch einen Tarif für die gesetzlich vorgeschriebene Pflegepflichtversicherung (meist: PVN oder PVB). Aus diesem Grund werden Beitragsanpassungen oder Beitragserhöhungen in der privaten Pflegeversicherung gerne der PKV zugerechnet. Für die Tarife der privaten Krankenversicherung greift das umfangreiche und verbraucherfreundliche Tarifwechselrecht gem. § 204 VVG mit der Tarifoptimierung. Für die Pflegepflichtversicherung gilt der PKV-Tarifwechsel nicht. Beitragserhöhungen in der Pflegepflichtversicherung können also nicht ausgeglichen werden, es gibt kein Entkommen.

Pflegereform

Jetzt hat die Bundesregierung eine Pflegereform mit geringeren Zuzahlungen für Pflegebedürftige und höheren Löhnen für die Altenpflegekräfte beschlossen. Für Versicherte der gesetzlichen Krankenkassen GKV sollen diese Mehrausgaben durch eine Anhebung des Beitragssatzes für Kinderlose von 3,3 % auf 3,4 % des Einkommens und durch einen höheren Bundeszuschuss finanziert werden. PKV-Kunden müssen die höheren Ausgaben mit höheren Pflegepflicht-Beiträgen bezahlen. So einfach ist das.

Beitragserhöhung 2022

Bis zu 70 % des Eigenanteils bei einer stationären Pflege übernimmt dann die Pflegeversicherung, das soll nach drei Jahren Pflege knapp 640 Euro monatlich ausmachen. In der ambulanten Pflege sollen die Leistungsbeträge um 5 % steigen. Auf der einen Seite werden durch die teilweise Übernahme des Eigenanteils private Pflegezusatzversicherungen eher überflüssig, auf der anderen Seite müssen die Beiträge der privaten Pflegepflichtversicherung zur Finanzierung der neuen Leistungen und der höheren Personalkosten angehoben werden. Im Rahmen unserer laufenden PKV-Kundenbetreuung diskutieren wir gerne mit unseren Kunden über die individuelle Notwendigkeit einer Pflegezusatzversicherung. Kunden der GKV mit Zusatzversicherungen beraten wir nicht. Wegen der beschlossenen Mehrleistungen gehen wir von mindestens weiteren 20 % Beitragserhöhung für die private Pflegeversicherung in 2022 aus. Diese Mehrkosten lassen sich nur durch günstigere PKV-Beiträge ausgleichen.

PKV-Tarifwechsel

Im Grunde genommen sind alle unzufrieden mit der Reform der Pflegepflichtversicherung. PKV-Versicherte müssen die eigenen Mehrkosten durch höhere Beiträge und die höheren Ausgaben der GKV-Pflegepflichtversicherung mit Steuern (Bundeszuschuss) finanzieren. Ein nicht zu unterschätzendes Stellrad ist die Option der PKV-Tarifoptimierung mit dem Tarifwechsel nach § 204 VVG. Ganz wichtig ist die neutrale und langfristig aufgestellte Planung der eigenen Tarife. hc consulting AG begleitet seit 35 Jahren Versicherte dieser privaten Krankenversicherungen:

ARAG, AXA, Barmenia, Bayrische Versicherungskammer, Central Generali, Continentale, Deutscher Ring, DKV, Gothaer, Hallesche, Hanse Merkur, Inter, Münchener Verein, Nürnberger, R+V, Signal Iduna, SDK, UKV, uniVersa. (mit Ausnahmen)

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