Bürgerversicherung im Länder-Vergleich

 

In den Niederlanden, in England, Frankreich und der Schweiz existiert eine Art Bürgerversicherung zur medizinischen Versorgung der Bevölkerung. Deutschland hat ein duales System aus gesetzlicher Krankenkasse, GKV und privater Krankenversicherung, PKV.

Das Verhältnis der Systeme bei uns liegt bei etwa 90 zu 10 % der Versicherten. Neben der „Gerechtigkeit“ als Pauschalargument führen die Befürworter einer Bürgerversicherung die bessere Versorgung in einem solchen Einheitssystem an.

Die Versorgung ist in einer Bürgerversicherung schlechter als in unserem dualen System, die Kosten sind vergleichbar. Internationale Vergleichsstudien, administrative Daten und Umfrageergebnisse belegen, dass zum Beispiel Wartezeiten auf einen Arzttermin in Deutschland im europäischen Vergleich keine Rolle spielen: 76 % der deutschen Patienten (GKV und PKV) erhalten am selben oder am nächsten Tag einen Termin beim Wunscharzt. Die Niederlande kommen auf 57 %, Schweden auf 58 % und Frankreich auf 57 %.

Weiteres Beispiel für die gute Versorgung ist der schnelle Zugang zu innovativen Arzneimitteln. Deutschland braucht hier 3,5 Monate, die Niederlande 9,7 Monate und Spanien gar 16 Monate.

An dem Wunsch nach einer Behandlung im Ausland kann ebenfalls die Zufriedenheit der Versicherten gemessen werden. In Deutschland haben diesen Wunsch die wenigsten Patienten in Europa mit 11 %, Schlusslicht sind die Niederlande mit 67 %.

Haben Versicherte kein richtiges Vertrauen in den staatlichen Gesundheitsapparat, so bildet sich ein rein privates Parallelsystem mit nur privat praktizierenden Ärzten. Eine Zweiklassenmedizin in Reinform. Die Gelder im ausschließlich privat finanzierten Parallelsystem kommen der Allgemeinheit nicht zugute. In Deutschland ist das nicht so. 25 % der französischen Ärzte und 50 % der österreichischen Ärzte arbeite nur auf Privatrechnung.

Das lässt sich auch an der Anzahl der Zusatzversicherungen ablesen. In Deutschland haben nur 22,9 % eine Zusatzversicherung. In Holland sind das 84,5 %, in der Schweiz 80 % und in Frankreich 95,5 % der Bevölkerung. Wer der Bürgerversicherung im eigenen Land nicht vertraut, der schließt eine private Zusatzversicherung ab.

Die 10 % privat Krankenversicherten in Deutschland spülen etwa 30 % der Kosten in unser Gesundheitssystem. Ein einzelner PKV-Kunde hat ca. 50.000 EURO Rückstellungen zur Finanzierung im Alter gebildet. Ein GKV-Versicherter nichts. Seit Jahrzehnten ist das Nebeneinander von GKV und PKV eingespielt, zum Wohle aller deutschen Patienten.

Wie kompliziert ein Gesundheitsmarkt und seine Finanzierung ist, kann man gut in den USA ablesen. Obwohl das Land Meister in der Entwicklung von Finanzprodukten ist, schaffen es die Amerikaner einfach nicht, die eigene Bevölkerung richtig und ausreichend medizinisch zu versorgen. Das trifft auch auf England zu. Das steuerfinanzierte Gesundheitssystem kollabiert.

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