Sprunghafte Beitragsanpassungen in der PKV müssen nicht sein

Versicherte der privaten Krankenversicherungen erleben Beitragserhöhungen als einen sprunghaften oder gar katapultartigen Anstieg der Prämien. Wie ist das möglich? In den letzten zehn Jahren erhöhten sich die Beiträge der PKV im Branchenschnitt über alle Versicherungen und alle Tarife um 3,0 % jährlich. Gleichzeitig stiegen die Beiträge der gesetzlichen Krankenkassen (GKV) im gleichen Zeitraum jährlich um 3,2 % an. Wie können also einzelne Tarife in kurzer Zeit extrem stark ansteigen? Und kann man aus überdurchschnittlichen Beitragserhöhungen Schlüsse für die Zukunft des einzelnen Tarifs und der einzelnen PKV-Gesellschaft ziehen?

Tatsächlich kann es teilweise zu rasanten Beitragserhöhungen kommen. Das sind die Gründe:

  • Die Kalkulationsverordnung der PKV hat einige Jahre eine Beitragserhöhung verhindert, es entsteht ein „Renovierungsstau“ im Tarif
  • Außergewöhnliche Faktoren wie niedrige Zinsen für Altersrückstellungen
  • Wellenartige Leistungsabrechnungen bei Tarifen mit größerer Selbstbeteiligung
  • Eine Entmischung der Risikostruktur im Tarif
  • Zu wenige Versicherte im einzelnen Tarif
  • Der Tarif war ursprünglich zu günstig kalkuliert

 

Kein Grund für Beitragserhöhungen in der PKV ist das Ausbleiben von neuen Kunden oder das Älterwerden der Versichertengemeinschaft (Stichwort: geschlossene Tarife). Ist man zum Beispiel in der Gruppe der 55jährigen und es versichern sich im selben Tarif viele junge Leute, so hat das keine Auswirkung auf die Prämien der 55jährigen. Das Älterwerden spielt in der Beitragsentwicklung der PKV-Tarif keine Rolle; genau für diesen kostentreibenden Faktor werden ja die Altersrückstellungen gebildet. Im Gegensatz zur oft gelobten GKV oder Bürgerversicherung, hier gilt das Umlageverfahren, die demografische Entwicklung ist in den Beiträgen noch nicht berücksichtigt.

Faktoren für PKV-Beitragserhöhungen sind: Die Kostensteigerung im Gesundheitswesen, der Anstieg der Lebenserwartung und die zu niedrige Verzinsung der Alterungsrückstellungen.

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Ein einfacher Ausweg für sprunghafte Beitragssteigerungen ist eine Änderung der Kalkulationsverordnung, eine Reform des bestehenden Systems bei PKV-Beitragsanpassungen. Bei den meisten Tarifen müssen die Kosten innerhalb eines Jahres um mehr als 10 % ansteigen, damit die Versicherung die Beiträge anheben kann. Kommt es etwa in vier Jahren hintereinander zu einem Kostenanstieg von 9 %, so kann die Gesellschaft die Beiträge nicht erhöhen, obwohl die Ausgaben um 36 % geklettert sind. Steigen die Kosten im 5ten Jahr um 10 %, kommt es zu einer Beitragsanpassung von 46 %.

Der Wechsel zu einer anderen privaten Krankenversicherung ist nicht zu empfehlen und würde langfristig nichts bringen, auch wenn die Beiträge bei einer neuen PKV heute günstiger sind. Was tun?

Alle oben aufgeworfenen Fragen und alle Faktoren der Tarifwahl innerhalb Ihrer bestehenden privaten Krankenversicherung werden von der hc consulting AG im Rahmen der kostenlosen PKV-Tarifoptimierung mit dem kostenlosen Tarifwechsel gem. § 204 VVG vollumfänglich beantwortet und berücksichtigt. Ihre PKV bleibt aktuell und das Preis- Leistungsverhältnis stimmt wieder. Durch unser Beratung entstehen niemals Kosten.

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