Hilfe, ich kann meinen PKV-Beitrag nicht mehr bezahlen

Wer die Beiträge seiner privaten Krankenversicherung nicht mehr bezahlen kann, ist dennoch günstig im Notlagentarif NLT versichert

Wer staatliche Hilfe bezieht, wechselt in den Basistarif BTN oder STN und ist kostenlos versichert

Der NLT hat durch ein Urteil des BGH vom 5.12.2018 erheblich an Bedeutung verloren

Versicherte im PKV-Standardtarif

Eine Krankenversicherung ist in Deutschland Pflicht, entweder die gesetzliche Krankenkasse, GKV, oder die private Krankenversicherung, PKV müssen von jedem bezahlt werden. Für die PKV gilt: Kann ich meinen PKV-Beitrag nicht mehr bezahlen, so tritt ein gesetzlich vorgeschriebener Ablauf automatisch in Kraft. Nach drei Monaten Beitragsrückstand erfolgt ein Tarifwechsel in den Notlagentarif NLT (avb-nlt-2013.pdb). Der Versicherte erhält von seiner PKV eine neue Police mit den Versicherungsbedingungen des NLT und dem neuen Beitrag. Der liegt inklusive der Pflegepflichtversicherung PVN bei unter 150 EURO im Monat und bietet einen ausreichenden Versicherungsschutz für Notlagen, nicht für Vorsorgeuntersuchungen und Zahnersatz.

Auch wer die Beiträge des NLT nicht bezahlt, ist dennoch unbefristet versichert. Eine rückwirkende Versicherung im Notlagentarif ist nicht möglich. Die entstandenen Schulden bei der PKV aus den ersten drei Monaten des alten Tarifs und den laufenden NLT-Beiträgen werden von der privaten Versicherung im normalen Inkassoverfahren geltend gemacht und müssen am Ende bezahlt werden. Ausnahme: Der PKV-Kunde hat ein Einkommen unter der Pfändungsgrenze. Dann kann man den Rest des Lebens kostenlos im Notlagentarif versichert bleiben. Diese Regeln gelten für Rentner und Berufstätige oder Arbeitssuchende bzw. Arbeitslose. Durch ein Urteil des BGH vom 5.12.2018 (IV ZR 81/18) wird die „Attraktivität“ des Notlagentarifs NLT erheblich eingeschränkt. Versicherungsleistungen der PKV aus dem Notlagentarif dürfen mit Beitragsrückständen verrechnet werden.

Wer mit seinem Einkommen über der Pfändungsfreigrenze liegt, stellt sich regelmäßig die Frage, wie er (als Rentner) aus der privaten Krankenversicherung rauskommt. Das geht praktisch nicht. Als Fazit lässt sich festhalten, dass für PKV-Versicherte mit ganz kleinem Einkommen (inkl. Bezieher staatlicher Leistungen wie Hartz IV und der Grundrente) und mit überdurchschnittlichen Bezügen die Finanzierung der privaten Krankenversicherung gut geregelt ist. PKV-Kunden mit einem Einkommen, welches nur knapp über der Pfändungsgrenze liegt, wären besser in der GKV aufgehoben.

Vor dem Hintergrund der ständig steigenden Kosten im Gesundheitswesen (der GKV-Höchstbeitrag liegt 2018 bei über 800 EURO) wird deutlich, dass man eine laufende, professionelle und kostenlose Beratung zur privaten Krankenversicherung zwingend benötigt. Die hc consulting AG bietet diese immer zu 100 % kostenlose Beratung nicht nur zum PKV-Tarifwechsel gem. § 204 VVG, sondern zu allen Fragen rund um die PKV.

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