PKV-Tarifwechsel kann ohne Leistungsverzicht langfristig zu geringerer Prämienzahlung führen – auch im Alter

Die Beiträge der privaten Krankenversicherung steigen jedes Jahr, in den letzten 10 Jahren durchschnittlich um 3,0 % p.a. (im gleichen Zeitraum kletterten die GKV-Beiträge um 3,3 % p.a.). Wer an dieser Stelle feststellt, dass sein individueller PKV-Beitrag um mehr als 3,0 % p.a. angestiegen ist, der hat damit indirekt seinen eigenen Bedarf an einer Überprüfung des bestehenden PKV-Tarifs mit einer Tarifoptimierung und einem eventuellen Tarifwechsel bereits festgestellt. Sehr hilfreich ist hier das Gesetz, der Paragraph 204 des VVG (PKV-Tarifwechsel) ist ein Musterbeispiel für eine verbraucherfreundliche Gesetzgebung.

Dabei kommt es in der PKV nicht schon alleine wegen des Älterwerdens der Versicherten zu Beitragserhöhungen. Rentner müssen also nicht schon alleine wegen ihres Alters und den damit verbundenen Mehrausgaben mit einem Prämienanstieg rechnen. Voraussetzung hierfür sind der Vertragslaufzeit entsprechend genügend hohe Altersrückstellungen. Diese hat ein Rentner nach unserer Faustformel nach etwa 25 Versicherungsjahren innerhalb derselben privaten Krankenversicherung aufgebaut. Übrigens: Werden die ursprünglich geplanten Zinsen für die Alterungsrückstellungen nicht mehr erwirtschaftet, müssen die fehlenden Zinseinnahmen bei der nächsten Beitragserhöhung durch höhere Beiträge ausgeglichen werden. Auf den ersten Blick ist das ein Nachteil in der PKV-Kalkulation gegenüber der GKV, hier spielen Zinsen keine Rolle. Auf den zweiten Blick ist die Bildung von Altersrückstellungen bei einer alternden Gesellschaft ein elementarer Vorteil der PKV gegenüber der GKV. Sind die sehr niedrigen Zinsen (eine Versicherung erwirtschaftet auch bei einem 0 % Zinsumfeld noch Zinseinnahmen) einmal in einen Tarif eingepreist, so ist dieses Problem ein für alle Mal ausgeglichen und führt bei einem eventuellen Zinsanstieg in der Zukunft sogar zu Beitragssenkungen.

Kein älterer PKV-Tarif ist „optisch kalkuliert“, also vorsätzlich entgegen besserer Kenntnis zu billig kalkuliert. Das macht keinen Sinn, müsste doch die PKV die fehlenden Einnahmen aus der eigenen Tasche bezahlen. Kommt ein Tarif neu auf den Markt, so besteht die Möglichkeit, dass die in der Theorie und ohne einen einzelnen Versicherten im Tarif, die Prämien zu günstig geplant wurden. Nach den ersten Beitragsanpassungen sollte das aber auch bei neuen PKV-Tarifen eingepreist sein.

Was muss also berücksichtigt werden, damit ein PKV-Tarifwechsel langfristig zu einer niedrigeren Prämienzahlung führt?

Ein optimaler PKV-Tarif umfasst ein möglichst großes und gesundes Kollektiv an Versicherten. Auf das Alter der Versicherten kommt es dabei nicht an, eine Quersubventionierung von jung zu alt, wie etwa in der gesetzlichen Renten- oder Krankenversicherung, findet nicht statt. Durch das Älterwerden bedingte Kosten werden in der PKV ja durch die Altersrückstellungen finanziert. Beim Umfang der Versicherungsleistungen sollte man auf ein hohes Niveau achten, auch im neuen und günstigeren Tarif. Hilfreich ist die individuelle und persönliche Bedarfsanalyse und die Diskussion zu dieser Frage. Welche PKV-Leistungen sind mir wichtig? Beinhaltet mein Ausgangstarif Versicherungsleistungen, auf die ich keinen Wert lege, so stellt der Verzicht darauf auch keinen Verlust dar. Modultarife sind wegen des Baukastensystems in der Regel teurer als Kompakttarife. Langsam aber sicher werden unisex-Tarife interessanter als bisex-Tarife, trotz des Verlustes auf das Standardtarif-Wechselrecht. Welche Bedeutung hat der Primärarzt, wie sieht die optimale Selbstbeteiligung aus, ist die Erstattung bei Zahnersatz ein gutes Geschäft? Fragen über Fragen, wir haben alle Antworten.

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