PKV-Beitragserhöhung durch Corona zum 01.01.2022

U.a. führen diese privaten Krankenversicherungen zum 01.01.2022 eine Corona-bedingte Beitragserhöhung durch:

Allianz, ARAG,  AXABarmeniaBayrischeVersicherungskammerGeneraliContinentaleDBVDeutscher RingDKVGothaerHallescheHanse MerkurInterNürnbergerMünchener VereinR+VSignal IdunaSDKUKVuniVersa

Betroffen sind durch die vom Gesetzgeber vorgeschriebene Beitragsanpassung (BAP) zunächst die Tarife PVN, BVB und PVS, also die private Pflegepflichtversicherung. Da es sich bei den Pflegepflichttarifen der PKV um sogenannte Verbandstarife handelt, werden alle PKV-Unternehmen die Beitragsanpassung zeitglich und in gleicher Höhe durchführen. Es soll sich wegen der einmaligen Mehraufwendungen in der Pflege durch Corona um eine für den Zeitraum vom 01.01.2022 bis 31.12.2022 befristetet Beitragserhöhung handeln (wahrscheinlich so wie beim Solidaritätszuschlag). Die Zuschläge betragen: PVN 3,40 EUR / PVB 7,30 EUR / PVS 3,40 EUR pro Monat. Gesetzliche Grundlage für den befristeten Corona-Pandemie Zuschlag ist der § 110a SGB XI.

Da Corona-bedingt nicht nur die Kosten in der Pflege, sondern auch die allgemeinen Kosten im Gesundheitswesen gestiegen sind, wird es wohl auch in den Tarifen der privaten Krankenversicherungen zu Beitragsanpassungen nach oben kommen. Wer sich jetzt auf eine Bürgerversicherung als Ausweg freut, der sollte in Ruhe die rot-grünen Vorschläge studieren. Mit einer Bürgerversicherung würde die Berechnungsgrundlage für die GKV-Beiträge ausgedehnt, nur Menschen mit einem unterdurchschnittlich kleinen Einkommen hätten dann auch kleinere KV-Beiträge. Die anderen würden mehr als heute bezahlen.

Wir schätzen, dass etwa 20 % der PKV-Versicherten durch eine Bürgerversicherung mit kleineren Beiträgen rechnen können. Da aber die Umsetzung der Idee Bürgerversicherung mindestens rechtlich sehr schwierig ist, wird es wohl auch bei rot-rot-grün nur zu Korrekturen im System aus GKV und PKV kommen. Durch die PKV-Sozialtarife STN, BTN und NLT sind schon seit Jahren Elemente einer Bürgerversicherung „verbaut“. Auch an diesem Eingriff des Gesetzgebers in die private Kalkulation der PKV erkennt man die schon bestehende „kleine Bürgerversicherung“.  Warum gibt es das System aus PKV und GKV überhaupt? Lesen Sie hier.

Als staatlich vorgeschriebene Pflichtversicherung unterliegt die private Krankenversicherung zum Wohle der Versicherten bereits heute vielen Vorschriften. Dazu gehört auch das Tarifwechselrecht nach § 204 VVG. Eine PKV-Tarifoptimierung mit einem Tarifwechsel ist wesentlich attraktiver für die Versicherten als der nicht zu empfehlende Wechsel zu einer anderen KV.

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